Der Fahrplan für deinen Website-Relaunch
1. Bestandsaufnahme: Was muss mit, was kann weg?
Bevor du die erste Zeile Code schreibst, musst du wissen, wo du stehst. Analysiere deine aktuellen Top-Seiten. Es wäre fatal, die Inhalte zu löschen, die aktuell den meisten Traffic bringen.
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Tipp: Nutze die Google Search Console, um deine meistbesuchten URLs zu identifizieren. Diese Seiten benötigen beim Relaunch besondere Aufmerksamkeit.
2. Die goldene Regel: 301-Weiterleitungen
Das ist der Punkt, an dem die meisten Relaunch-Projekte scheitern. Wenn sich deine URL-Struktur ändert (z. B. von /leistungen/ zu /service/), versteht Google ohne Hilfe nicht, dass es sich um dieselbe Seite handelt.
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Die Lösung: Erstelle ein Mapping-Dokument. Jede alte URL muss per 301-Redirect auf die neue Entsprechung zeigen. Vergisst du das, landen deine Besucher auf einer 404-Fehlerseite. Wie du solche Fehler findest, erklärt dieser Leitfaden zu HTTP-Statuscodes von Google.
3. Mobile First & Core Web Vitals
2026 ist „Mobile Friendly“ kein Bonus mehr, sondern die absolute Voraussetzung. Google bewertet Seiten primär nach ihrer mobilen Performance.
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Performance-Check: Deine neue Seite muss die Core Web Vitals bestehen. Teste deine Entwicklungs-Umgebung frühzeitig mit PageSpeed Insights, um sicherzustellen, dass das neue Design nicht zu schwerfällig ist.
4. SEO-Grundlagen (On-Page)
Ein neues Design bedeutet oft neue Texte. Achte darauf, dass Metadaten (Title & Description) sowie die H-Überschriften-Struktur (H1-H3) logisch aufgebaut sind.
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Barrierefreiheit: Denke direkt an die Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG), das 2025/2026 für viele Unternehmen verpflichtend wird. Alt-Texte für Bilder sind hier ein Muss.
5. Tracking & Rechtssicherheit
Vergiss nicht, deine Analyse-Tools und Pixel wieder einzubinden.
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Datenschutz: Da du vermutlich Tools wie Google Analytics oder Matomo nutzt, muss dein Cookie-Banner (Consent Management) von Tag 1 an korrekt funktionieren. Eine gute Übersicht über aktuelle Anforderungen bietet das Portal eRecht24. Denke auch daran, externe Dienste wie Google Fonts lokal einzubinden.
6. Der Livegang (Go-Live)
Wenn der Schalter umgelegt wird, fängt die Arbeit erst an:
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Robots.txt prüfen: Stelle sicher, dass die Seite nicht mehr auf „noindex“ steht (ein klassischer Fehler nach der Entwicklung).
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Sitemap einreichen: Lade deine neue
sitemap.xmlin der Search Console hoch, damit Google die neuen Pfade schneller crawlen kann. -
404-Monitoring: Behalte in den ersten Tagen deine Logfiles im Auge, um zu sehen, ob Besucher auf toten Links landen.
Fazit: Planung ist alles
Ein Relaunch ist die Chance, Altlasten loszuwerden und technisch auf das nächste Level zu springen. Wenn du die 301-Weiterleitungen und die Performance im Griff hast, wird Google dein neues Design lieben.
Brauchst du Unterstützung bei der technischen Umsetzung oder planst du gerade einen Relaunch in Lübeck? Lass uns gemeinsam sicherstellen, dass deine Sichtbarkeit erhalten bleibt.








